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Spektakuläre Zeitlupen

Es gibt in der Kinogeschichte in der Tat beeindruckende Zeitlupenszenen. Zu den spektakulärsten Aufnahmen zählen dabei sicherlich diejenigen aus dem Film Matrix, in dem der sogenannte Bullet-Time-Effekt durch 122 digitale Kameras realisiert wurde. Die Kameras waren rund um die Dachszene auf Schienen geschraubt und wurden synchronisiert ausgelöst. So konnte die Szene verlangsamt, gestoppt  oder rückwärts abgespielt und der Eindruck vermittelt werden, dass eine Kamera um das Geschehen herumfährt.

                 Im Film Matrix gibt es spektakuläre Zeitlupenaufnahmen.

Die Technik, Bewegunsgabläufe verlangsamt darzustellen, geht auf eine Erfindung des österreichischen Priesters und Physikers August Musger zurück, der 1904 die Konstruktionspläne für seinen „Serienapparat mit Spiegelrad“ in Österreich zum Patent anmeldete. Allerdings musste er aus finanziellen Gründen sein Patent aufgeben, so dass es 1914 die Firma Ernemann war, die einen Zeitlupenapparat vorstellte.

              Beeindruckende Zeitlupenaufnahmen von Wissenschaftlern der Universität of Minnesota.

Heute wird beim Film eine Zeitlupe dadurch hergestellt, indem man die Bildfrequenz bei der Aufnahme erhöht und die Aufnahme dann mit normaler Geschwindigkeit abspielt. Für extreme Zeitlupenaufnahmen kommen spezielle Kameras wie MOS-Kameras oder Hochgeschwindigkeitskameras zum Einsatz. Während in Action-Filmen die Zeitlupe noch mehr Spannung erzeugen soll, dient sie im Dokumentarfilm dazu, besonders schwierige Vorgänge anschaulicher darzustellen. Auch im Sport findet sich die Zeitlupe, um fragliche Szenen aufzulösen.