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Albert Einstein: Raum trifft Zeit

E=mc2 lautet die wohl bekannteste Formel der Welt. Urheber ist Albert Einstein, der am 25. November 1915 mit der endgültigen Vorlage der Allgemeinen Relativitätstheorie in der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin in den Olymp der berühmtesten Wissenschaftler aller Zeiten aufstieg.

„Raum trifft Zeit“ ist eine der gebräuchlichsten Überschrift zum 100. Geburtstag der Theorie, die ihren Schöpfer unsterblich gemacht hat. Und in der Tat: Seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie dem Wesen der Gravitation veränderten maßgeblich das physikalische Weltbild.

Der britische Physik- und Mathemathikprofessor Stephen Hawking, ebenfalls schon zu Lebzeiten eine Wissenschaftslegende, hält sogar Folgendes für möglich: „Einsteins Relativitätstheorie scheint uns die Möglichkeit zu eröffnen, Wurmlöcher zu schaffen und zu nutzen – kleine Röhren, die verschiedene Regionen der Raumzeit miteinander verbinden. Wenn dies so wäre, könnten wir eines Tages in der Lage sein, Blitzreisen durch die Milchstraße oder durch die Zeit zu unternehmen.“

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Soweit ist es zwar noch nicht. Aber Einigkeit über die wissenschaftlichen Leistungen Einsteins besteht allemal. Der deutsche Gelehrte Carl Friedrich von Weizsäcker schreibt: „1905 eine Explosion von Genie. Vier Publikationen über verschiedene Themen, deren jede, wie man heute sagt, nobelpreiswürdig ist: die spezielle Relativitätstheorie, die Lichtquantenhypothese, die Bestätigung des molekularen Aufbaus der Materie durch die ‚brownsche Bewegung‘, die quantentheoretische Erklärung der spezifischen Wärme fester Körper.“

Dennoch: Sein wohl größter Geniestreich aber war die allgemeine Relativitätstheorie vor, formuliert es der Deutschlandfunk: „Ein knapper Satz mathematischer Gleichungen, der bis heute als perfekte Beschreibung der vertrautesten aller Naturkräfte gilt – der Gravitation. Doch der Weg zum revolutionären Regelwerk war steinig: Acht Jahre rang Einstein um die richtigen Konzepte, büffelte hochabstrakte Mathematik und musste am Ende befürchten, von anderen überrundet zu werden. Letztlich aber sollte ihn die Theorie zur Legende machen: Als 1919 britische Astronomen die Formeln bei einer Sonnenfinsternis bestätigten, stieg Einstein im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zum Popstar auf – ein Nimbus, der noch heute Bestand hat.“

Kein Wunder also, dass der Sender dem Genie mit den wirren Haaren einen ganzen Programmschwerpunkt gewidmet hat. „Raum trifft Zeit – 100 jahre allgemeine Relativitätstheorie“ lautet der Titel, unter dem zahlreiche Sendungen ausgestrahlt wurden. Wer sie sich noch einmal anschauen will, findet sie hier.